BeagleBoard-xM - Der Anfang

Das BeagleBoard-xM (nachfolgend einfach BBxM genannt) ist ein ARM-Prozessor basierendes kleines PC-System, was sich besonders durch seinen niedrigen Stromverbrauch auszeichnet. Durch seinen RAM-Speicher, die Taktrate des Prozessors und die Vielfalt der Schnittstellen eignet es sich meines Erachtens für eine Vielzahl von kleinen bis mittleren Aufgaben in vielen Umgebungen (Messen, Steuern, Regeln, Überwachen usw.).

Um weitere Informationen zum BBxM zu finden, können sie z.B. hier oder dort nachlesen.

Hier geht es nicht um das Board als solches, sondern was man wie mit ihm machen kann.

Ich habe mich bewusst gegen das BeagleBoard (ohne "xM")und für das Nachfolgemodell BeagleBoard-xM entschieden, da letzteres gegenüber seinem Vorgänger einige wesentliche Verbesserungen erfahren hat, unter anderem:

  • schnellerer Prozessor
  • mehr RAM
  • eingebauter Display- / Monitor-Anschluss
  • eingebauter LAN-Adapter
  • Und das alles für einen nur geringen Aufpreis. Interessant ist / wäre auch das Pandaboard, aber das war zum Zeitpunkt meiner Kaufentscheidung nirgends lieferbar bzw. vorrätig.

    Zunächst aber einige Hinweise:

    Wie bereits beschrieben, handelt es sich um ein Board mit einem ARM-Prozessor. Diese sind nicht binär-kompatibel zu Prozessoren z.B. der Firmen Intel / AMD (x86-Prozessoren), auf denen man sonst ein PC-Betriebssystem (Windows / Linux usw.) installiert. Man benötigt also ein speziell für diesen Prozessortyp angepasstes bzw. erstelltes Betriebssystem. Für das BBxM gibt es z.B. ein angepasstes Debian / Ubuntu oder auch Android. Mit dem Debian / Ubuntu habe ich nach ersten Tests weitere Versuche aufgegeben, da diese auf dem BBxM nur mit "gebremstem Schaum" funktionieren, will sagen, dass das BBxM darunter nur ca. 60 - 70 % seiner Prozessorleistung bringt.

    Mit dem BBxM wird ein speziell angepasstes Linux-System geliefert. Hierbei handelt es sich um ein Angstrom-Linux (ich erspare mir hier die genaue Schreibweise des "A"). Es ist auf einer 4 GByte micro-SDHC-Karte (hier: Class 4 von Kingston) installiert.

    Diese SD-Karte sollten Sie nur für erste Funktionstest verwenden und dann als Reserve gut weglegen. Alle weiteren Installationen / Konfigurationen empfehle ich mit einer Kopie dieses Basis-Systems zu machen.

    Es gibt zwar die Möglichkeit, sich von Angstrom-Linux online eine angepasste Version erstellen zu lassen, aber das ist nicht so ganz ohne Probleme bzw. Vorkenntnisse möglich. Falls Sie es dennoch versuchen wollen, gibt es dazu eine Hilfestellung (oder - speziell für das BBxM - hier) im Internet.

    Womit wir beim ersten Teil meiner (noch folgenden) Erfahrungsberichte angekommen wären:

    Installation eines Narcissus-Systems auf dem BBxM

    Vorgegangen bin ich nach der Anleitung von "treyweaver" auf blogspot.com. Diese Anleitung ist bis auf zwei (!) Kleinigkeiten auch jetzt (Stand Dezember 2011) noch gültig. Diese "Kleinigkeiten" sind aber nicht dem Autor auf Blogspot zuzuschreiben, sondern Änderungen in der Paketierung bzw. der Bereitstellungsart der Downloads für Angstrom.

    Der dort angegebene Befehl


    # tar --wildcards -xjvf [YOUR-DOWNLOAD-FILE].tar.bz2 ./boot/*


    zum entpacken ist nicht (mehr) richtig, da ein tar.gz-File geliefert wird. Deshalb gilt:


    # tar --wildcards -xzvf random-7bfdee37-image-beagleboard.tar.gz ./boot/*


    Dabei ist "random-7bfdee37" durch den Bestandteil des Ihnen zugesandten Dateinamens zu ersetzen.

    Der 2. Befehl, der in der "treyweaver"-Anleitung zu ändern war, lautet


    # sudo tar -xvj -C /media/Angstrom -f [YOUR-DOWNLOAD-FILE].tar.bz2


    Dies ist zu ändern auf


    # sudo tar -xv -C /media/Angstrom -f random-7bfdee37-image-beagleboard.tar.gz


    Ansonsten gelten die Angaben (Stand: Dezember 2011) von "treyweaver" nach wie vor (es kann aber durchaus sein, dass auch meine Erkenntnisse schon morgen überholt sind).

    Wenn sie dieses neue System zum ersten Mal auf dem BBxM booten, üben Sie sich bitte in Geduld! Es kann durchaus 5 - 6 Minuten dauern, bis Sie - außer der Beagleboard.org-Logo-Anzeige - eine Anzeige auf einem angeschlossenen Monitor erhalten. Wie wohl immer beim ersten Aufruf einer neuen Angstrom-OS-Installation, muss sich das System erst mal von Grund auf initialisieren. Nachfolgende Systemstarts funktionieren dann erheblich schneller.

    Das war es dann erst einmal für den Einstieg.

    Ich werde hier in den nächsten Tagen noch in loser Reihenfolge einige Beiträge zu folgenden Themen rein setzen:

  • Klonen der mitgelieferten Angstrom-SDHC-Karte
  • Feste IP-Adresse vergeben statt Zuweisung per DHCP
  • USB-Modem in Betrieb nehmen
  • Kompilieren bzw. Übersetzen von C / C++-Programmen
  • HylaFAX+ installieren
  • ...
  • ...
  • Mehr verrate ich noch nicht / to be continued ;)